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P. Krieger
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ServiceAnleitungen zum Serviettenfalten:Servietten Falten Opernhaus (Sidney) |
Tafelmusikhier finden Sie einen kurzen Abriss zum musikalischen Fachbegriff "Tafelmusik" und natürlich kompetente Musik-Tipps. |
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Tischkultur mit TafelmusikNach den wilden 60ern und den alternativen 70ern legen in der heutigen Zeit viele Menschen wieder mehr Wert auf eine gepflegte Tischkultur. Bereits im sechzehnten Jahrhundert verstanden die Menschen, dass angenehme und langsame Musik die Geselligkeit fördert und ein Essen angenehm untermalen kann. Ein Umstand, der heute wissenschaftlich belegt ist und doch häufig in Vergessenheit gerät. Eigentlich schade, denn die sogenannte Tafelmusik kann dem Beisammensein das gewisse Etwas verleihen. Die Betonung liegt bei der musikalischen Untermalung darauf, dass sie für den Hintergrund konzipiert ist und diesen ruhig und in keiner Weise hektisch gestaltet - in einem Wort: Tafelmusik für eine gepflegte Tischkultur.Der historische UrsprungIhren historischen Ursprung hat die Tafelmusik im siebzehnten und achzehnten Jahrhundert. Als Tafelmusik wurde in diesen Jahrhunderten jene Musik bezeichnet, die den musikalischen Hintergrund für jegliche festliche Aktivität des Hofes bildete. Da die Tafel einen festen und zentralen Bestandteil dieser Gelegenheiten dargestellt hat, wurde die Musik als Tafelmusik bezeichnet. Vorgetragen wurden die Partituren auf den klassischen Instrumenten der Zeit oder auch nur durch einen Sänger. Ob nun vokal oder instrumental, die Musik hatte eines gemeinsam: Eine Leichtigkeit, welche den Menschen angenehm im Ohr lag.
Die Hochzeit: Georg Philipp TelemannEine wahre Hochzeit und gleichzeitig ihren Schlusspunkt setzte das Werk von Georg Philipp Telemann im achzehnten Jahrhundert. Ein generelles Kennzeichen der Tafelmusik wird in seinem Gesamtwerk besonders schön deutlich: Die Verknüpfung der verschiedensten Genres zu einer gefälligen Hintergrundmusik und die kunstvolle Jonglage mit den Instrumenten. Ein Vorgehen, dass dem Komponisten eine besondere Vertrautheit mit der zeitgenössischen Musik und der historischen Musik, sowie eine genaue Kenntnis der Instrumente abverlangte und erst damit die nötige Flexibilität zum Komponieren von Tafelmusik ermöglichte.
Der Aufbau von Telemanns TafelmusikIn der Sammlung "Tafelmusik" finden sich drei Teile, auch Produktionen genannt. Diese Produktionen haben einen identischen Aufbau. Alle beginnen mit der gut besetzten Ouvertüre, der ein Quartett mit drei Instrumentalstimmen und Continuo folgt. Dem Quartett folgt wiederum ein Konzert. Ein Konzert besteht aus mehreren Soloinstrumenten und Streicher und ihm folgt noch eine Triosonate und eine Solosonate mit Continuo. Abschließend erklingt ein Satz, den Telemann selber als Conclusion bezeichnet hat. Hier wird sowohl die Tonart als auch die Besetzung der einleitenden Ouvertüre wieder aufgenommen. Betrachtet man diesen Aufbau, so kann man leicht erkennen, dass Telemann hier die wichtigsten musikalischen Genres seiner Zeit im instrumentalen Bereich aufgreift: Ouvertüre, Konzert, Trio- und Solosonate. Das Quartett ist eine Art Schnörkel von Telemann selber, der dieses sehr geschätzt hat.Eignung der TafelmusikDie Tafelmusik von Telemann eignet sich bis heute gut, um ein stimmungsvolles Ambiente zu schaffen. Durch ihre leise und unaufdringliche Art der Komposition bietet sie sich nicht nur an, um eine zeitgenössische Atmosphäre herauf zu beschwören, sondern kann auch den Aufenthalt in einem Restaurant für moderne Küche angenehmer gestalten. Gerade durch ihre musikalische Vielseitigkeit bietet sie auch im Einsatz vielfältige Möglichkeiten und setzt ihrer Umgebung damit ein angenehmes I-Tüpfelchen auf. Mit einer Variation der Instrumente kann man auch die Ausstrahlung der Stücke verändern. Wählt man dementsprechend modernere Instrumente, so wirkt auch die Musik wieder jünger und fällt im modernen Ohr nicht weiter auf. Die traditionelle Spielweise versetzt den Gast jedoch durchaus - bei einem passenden restlichen Ambiente - zurück in die Zeit der höfischen Tischkultur: Erlebnisgastronomie der feinsten Art.Der Ausklang der TafelmusikWenn Telemanns Werk das Komponieren von Tafelmusik zu seiner kreativen Spitze trieb, so ist es doch auch kurz vor dem Ende der Tafelmusik entstanden. Im Anschluss entstand unter dem Begriff des Divertimento ähnliche Musik, die prägend für das neunzehnte Jahrhundert werden sollte. Hierbei wurde die Leichtigkeit der Tafelmusik übernommen, allerdings wurde der Fokus vom Essen auf das Tanzen verlegt. Der heute geläufige Ausdruck der Gebrauchsmusik entstand im zwanzigsten Jahrhundert in Abgrenzung zur Romantik. Die Tradition der Tafelmusik findet sich so auch heute noch in einigen Kompositionen wieder.All that JazzWenn man nicht auf die Klassiker zurückgreifen möchte bei der Wahl der Tafelmusik, kann man sich auch für angenehmen Unterhaltungsjazz entscheiden. Den meisten Menschen liegen instrumental Versionen von derzeitig aktuellen Liedern aus den Charts eher irritierend im Ohr, als dass sie es schaffen würden, eine angenehme Atmosphäre am Tisch zu zaubern. Das liegt zu einem großen Teil auch am Tempo der Musik. Die Bedingungen für gelungene Tafelmusik haben sich schließlich bis heute nicht verändert: Die Musik sollte ruhig und gefällig sein, damit jedoch trotzdem musikalisches Können verraten und so nicht unter ein gewisses Niveau sinken. Ein Musikgenre der Moderne, was diese Kategorien in sich vereint, ist der leichte Jazz. Mit diesem kann man ein entspanntes und gleichzeitig stilvolles Flair verbreiten. Allerdings muss man bei der Wahl der Stücke darauf achten, dass sie wirklich gefällig sind und sich dem Ohr des Gastes nicht unangenehm aufdrängen. Denn hier liegt die Besonderheit der Tafelmusik: Im Hintergrund klangvoll zu schweben und damit Behaglichkeit zu verbreiten, ohne an sich aufzufallen.Live oder vom BandJe nach Platz in dem Restaurant kann es ein besonderes Ereignis sein, wenn die Musik live gespielt wird. Eine solche Veranstaltung hat immer ein wenig etwas von den 20er Jahren und weckt bei den meisten Menschen positive Assoziationen. Auch wenn man darauf achten muss, dass der Besuch im Restaurant nicht zu einem Konzert fehlinterpretiert wird und die Musik nur noch zum Zuhören und nicht mehr zum Essen einlädt. Allerdings kann man mit Livemusik den Erlebnischarakter eines Restaurants enorm steigern und sich damit einen besonderen Ruf erarbeiten, mit welchem man in der Restaurantlandschaft heraussticht. Das Wagnis der Livemusik kann sich also durchaus lohnen, sollte jedoch von den musikalischen Stücken auch sehr genau und ausgewogen sein. |
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