|
P. Krieger
Hotel- und Gaststättenbedarf Schäferstrasse 94, 31224 Peine. |
Verkauf an Jedermann |
05171 / 6608 |
Fax 05171 / 10779 d1@krieger-peine.de |
Geschäftszeiten: MO-FR 9-18 UHR SA 9-13 UHR |
1) Stiefel aus Glas
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
StiefelDie Geschichte von zwei berühmten StiefelnDas StiefeltrinkenNicht nur bei Vereinsfeiern, sondern auch im privaten Rahmen erfreut sich das Trinken von Bier aus einem Stiefel großer Beliebtheit. Für das lustige Zechspiel benötigt man lediglich einen Stiefel mit 2 Liter Fassungsvermögen, möglichst aus Glas, große Mengen Bier, Schnaps und trinkwillige Mitspieler. Das Gefäß wird nun bis zur Literanzeige mit Bier gefüllt. Anschließend fängt der Jüngste in der Runde an. Erst muss er den gefüllten Stiefel anschlagen, als eine Art Startzeichen. Hierbei schlägt er mit der Außenfläche der Hand leicht gegen den Rand. Anschließend kann er soviel daraus trinken wie er möchte. Zu beachten ist, dass die Stiefelspitze während des Trinkens nach oben zeigt. Wenn er fertig ist, schlägt er das Glas wieder ab und stellt ihn zurück auf den Tisch. Somit kann der nächste Trinken. So geht es nun reihum weiter. Wenn eine Person das Bier austrinkt, muss derjenige, der vor ihm dran war, neues Bier kaufen um den Stiefel erneut zu füllen. Es gibt auch eine Variante des Spiels, in der der Vordermann des Leertrinkers entweder einen Schnaps zusätzlich trinken muss oder ihm eine andere Strafe auferlegt wird. Wenn unerfahrene Biertrinker am Tisch sind, wird das Spiel besonders lustig, denn es gibt auch etwas zu beachten. Wenn nur noch in der Spitze des Stiefels Bier ist, muss man ihm beim Trinken leicht drehen, denn sonst entsteht ein Unterdruck. Dadurch wird das weitere Herauslaufen des Bieres gestoppt, der Stiefel wird also stärker angehoben, der Unterdruck löst sich und ein ordentlicher Schluck Bier macht den Trinkenden nass. Wenn das passiert, wenn der Inhalt also verschüttet wird, muss man entweder einen Schnaps trinken oder eine andere Strafe ablegen. Angeblich ist das Spiel bereits 1533 in Lutherstadt erfunden worden. Ein guter Bekannter Luthers, Pfarrer Michael Stifel, berechnete den Weltuntergang auf den 9. Oktober des Jahres 1533. Dies traf jedoch nicht ein und seine ehemaligen Anhänger sangen das Lied "Stifel muss sterben, er ist noch so jung". Daraus entwickelte sich die Sitte des Stiefeltrinkens.Der NikolausstiefelWer kennt es nicht, wenn am 6. Dezember der Nikolaus kommt? Kinder in fast ganz Europa sind ganz aufgeregt, basteln Stiefel, müssen artig sein und können es kaum erwarten, dass sich der besagte Stiefel füllt. Die Geschichte des Schenkenden liegt weit zurück. Der heilige Nikolaus war ein Bischof im 4. Jahrhundert und hat am 6. Dezember seinen Namenstag. Da er auch als Schutzpatron der Kinder zählt, wurden ihm zu Ehren schon im Mittelalter die Kinder an diesem Tag bzw. am Vorabend beschenkt. Doch anders als heute legte der Nikolaus seine Geschenke in einen von Kindern gebastelten Gabenteller, dem "Nikolaus-Schiff", was auf die Seefahrt zurückgeht. Im Laufe der Zeit wurden diese Schiffchen dann durch Strümpfe, Schuhe oder meist durch den bekannten Nikolausstiefel ersetzt. Der Stiefel ist traditionell rot und hat einen weißen Rand, es gibt jedoch verschiedene Größen. Das Kind, dem der Stiefel gehört, muss ihn am Vortag gründlich saubermachen, bevor der Nikolaus seine Geschenke darin verstecken kann. Häufig schenkt er Nüsse, Mandarinen, Schokolade und Marzipan. |